Burnouts - Die Mackenburg

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Burnouts - Die Mackenburg Kapitelübersicht 77. Kapitel EINE ERINNERUNG

77. Kapitel EINE ERINNERUNG

   Auf dem Weg zum Waschautomaten begegnet mir ein junger Mann auf dem Flur meiner Etage, groß, gutaussehend, braune Locken. Von weitem sieht es aus, als lese er im Vorbeigehen die Zimmernummern oder betrachte sich die in den Türschildern befestigten Bildchen. Dann sieht er in meine Richtung, scheint aber seinen Kopf nicht wenden zu können. Ein Bild größter Anstrengung trotz seines freundlichen Lächelns. Ich bedaure ihn spontan, lächle ihn besonders herzlich an und gehe grüßend an ihm vorbei. Auf dem Rückweg begegnen wir uns wieder an der gleichen Stelle, lächeln wieder beide.

   Unser neuer Tischkollege Wolfgang entpuppt sich bereits am nächsten Morgen während des Frühstücks als sehr umgänglicher und angenehmer Mensch. Er grüßt nach allen Seiten des Saales, hat offensichtlich schon viele der anwesenden Frauen kennengelernt. Das Tischgespräch dreht sich um eine Schminkdemonstration einer Visagistin in der Nachbarklinik am vergangenen Abend, an der viele Patientinnen unserer Klinik teilgenommen hatten, auch die Oberhessin; ein Kurs der Art "Machen Sie mehr aus Ihrem Typ!"

   Wolfgangs Worte stehen im Gegensatz zu seinem etwas unsicheren, irgendwie beflissenen Verhalten: "Gut, dass ich nicht gegangen bin. Wenn ich noch mehr aus meinem Typ machen würde, würden mir die Frauen wahrscheinlich die Tür einlaufen!"

   Wir kommen ins Gespräch. Er ist seit eineinhalb Jahren krank, zum zweiten Mal in einer Klinik.

   "Ich hatte meine Eheprobleme mit Arbeit verdrängt. Das wurde dann von den anderen voll ausgenutzt... Mittlerweile bin ich geschieden. Erst seit einigen Wochen habe ich wieder das Gefühl, einigermaßen logisch denken zu können."

   Eineinhalb Jahre... Der Bauleiter Rainer seit über zwei Jahren... Joachim wurde bereits Erwerbsunfähigkeit angekündigt... Alle drei sind bereits mindestens zum zweiten Mal in einer psychosomatischen Klinik... Wie lange wird es bei mir dauern, bis ich wieder gesund bin?

   Vinzenz hat heute Geburtstag. Ich gratuliere ihm in einem Brief, berichte ihm von der mittlerweile erhaltenen weiteren Agenturpost mit vielen Ausrufungszeichen, und bitte ihn, seine Bilder, die mich sehr beeindruckt haben, zu meiner besseren Erinnerung einzeln zu fotografieren und mir die Negative zu schicken.

   "Vinzenz, ich will meine Tonhände und dein Bild im Ort fotografieren und Postkarten anfertigen lassen und schicke dir dann welche - aber du hast das Bild nicht mehr ergänzt, bevor du abgereist bist. Kann ich es dir nach Hause schicken, und du malst noch Sonne, blauen Himmel und Bälle hinein?"

   "Nein, du brauchst es nicht zu schicken. Gib Corinna das Bild. Sie soll es fertigmalen. Sie weiß ja, was fehlt."

   "Okay, wenn du meinst... Ich schicke dir dann also Postkarten, wenn ich sie habe!"

   "Ich freue mich schon darauf!"

   Ich gehe hinüber zu Corinnas Zimmer und bitte sie, das Bild zu ergänzen.

   "Gerne! Jetzt haben wir ja gleich Gruppenstunde, heute Nachmittag habe ich auch noch einen Termin - heute Abend bekommst du es zurück!"

   Ich bin dann die Erste im Wohnzimmer, lüfte den großen Raum und werfe einen Blick in eine Tageszeitung vom Vortag, die jemand zur weiteren Lektüre auf einen der Tische gelegt hat. Der junge Mann, den ich am Vorabend schon auf dem Flur gesehen hatte, tritt ein, freut sich offensichtlich, jemanden vorzufinden, den er bereits kennt. Er gehört also auch zu unserer Therapiegruppe.

   Wir wechseln einige belanglose Bemerkungen über Schnee und Glatteis, wann er angekommen ist, wie lange ich schon in der Klinik bin, stellen fest, ganz in der Nähe des anderen zu Hause zu sein. "Ich heiße Ulrich."

   "Ich heiße Regine - wir können gerne Du sagen, man fühlt sich dann nicht so fremd."

   "Sehr gerne! Gibt es Stammplätze?"

   "Einzelne Gruppenmitglieder haben Lieblingsplätze. Aber wer sich unbedingt auf seinen Lieblingsplatz setzen will, kommt früh genug. Setz' dich ruhig irgendwohin."

 

   Der Raum füllt sich; dann tritt auch der Stationsarzt ein. "Guten Morgen! Wie geht es Ihnen heute?"

   Wochenendgruppe, Gelegenheit, noch Fragen zu klären, die für die nächsten beiden Tagen von Bedeutung sind. Meine Klinikpatin strahlt: "Ich bin nicht da! Ich fahre zu meiner Familie! An Weihnachten durfte ich ja nicht!"

   Der Stationsarzt zählt seine Schäfchen und witzelt: "Einer fehlt. Sie sehen, ich habe den Überblick und weiß, was ich tue - auch wenn es manchmal nicht danach aussieht..." Das ging an meine Adresse, auch wenn er an mir vorbeisieht.

   Der Letzte trifft ein: Der Bauleiter, laut und lustig wie immer: "Entschuldigen Sie bitten, ich bin einige Sekunden zu spät!" Seine vorgetäuscht zerknirscht vorgetragene Bemerkung löst Heiterkeit unter den anderen aus.

   Auf Bitten des Arztes stellt sich Ullrich der Runde kurz vor. Er ist sehr aufgeregt. Im Gegensatz zu unserem Gespräch vorhin hat er jetzt große Mühe, Worte hervorzubringen, stottert stark. Äußerer Grund seines Hierseins sind Bewegungsstörungen. Sein Kopf ist jetzt extrem zur Seite gewandt, sein Körper unablässig in Bewegung.

   Er erzählt von seiner Familie: Er und seine Frau seien vor einigen Jahren einer religiösen Sekte beigetreten. Er selbst habe sich unter größten Schwierigkeiten wieder gelöst, aber seine Frau erziehe nun das Kind gegen seinen Willen im Sinn der Sekte, die er vehement ablehnt.

   Trotz seiner mühsamen Aussprache ergreift er später während einer Diskussion ebenfalls das Wort, nennt eine aus seiner Sicht mögliche Antwort auf eine Frage des Arztes. Dieser ist heute in Top-Form und in humorvoller Laune, steuert die Unterhaltung trotz der schwierigen Themen locker, bringt uns mehrmals zum Lachen. Kurz vor Ende der Gruppentherapie fragt er: "Was sehen Sie mich jetzt alle so an? Soll ich noch etwas sagen? Schönes Wochenende vielleicht? Schönes Wochenende!"

   Zweieinhalb freie Tage liegen wieder vor mir, auf die ich mich freue. Sie werden wie die früheren Wochenenden schnell vergehen, mit Nachdenken, Dösen, Mahlzeiten, kleinen Besorgungen, Spazier-gänge. Viele meiner Anrufer und auch die meisten der anderen Patienten können nicht verstehen, dass ich derart viele Stunden allein verbringe, ohne mich zu langweilen.

   Unterhaltungen ermüden mich immer noch sehr schnell, und der Versuch, über Kopfhörer einen der über Hausleitungen in jedem Zimmer zu empfangenden Radiosender zu hören, führte zu Kopfschmerzen. Auch Lesen erschöpft mich. Bereits nach drei, vier Seiten fällt es mir schwer, denn Sinn der Zeilen zu erfassen.

   Das Telefon klingelt. Mein Stellvertreter aus dem Betrieb ruft an, fragt, wie es mir geht. Wir unterhalten uns lange sehr offen. Ich schildere meine schnelle Ermüdung, erzähle von den Gesprächen mit anderen Betroffenen. Und gegen Ende des Gesprächs sage ich: "Ich werde voraussichtlich nicht zurückkommen. Bitte sagen Sie nicht aus falsch verstandener Loyalität nein, wenn Sie gefragt werden, ob Sie meine Arbeit dauerhaft übernehmen wollen!"

   Er antwortet offen: "Ich bin bereits von der Chefin gefragt worden. Ich habe aber abgelehnt, weil ich meine Gesundheit in meinen letzten Berufsjahren nicht noch völlig ruinieren möchte - meine Herz- und Magenprobleme machen mir ohnehin sehr zu schaffen."

   Wenn er meine Arbeit gewollt hätte, wäre meine Stelle also schon neu besetzt...

   Die Stationsschwester verteilt Post, klopft auch an meine Tür. Die Ansichtsmappe eines von mir bestellten Zeichen-Fernkurses ist eingetroffen. Ich blättere die einzelnen Instruktionen durch, kann mich aber nicht auf Text und Zeichnungen konzentrieren, obwohl ich die Zeilen mehrmals lese. Sinnlos, jetzt mit einem solchen Kurs zu beginnen. Ich verstaue die Unterlagen wieder im Versandkarton und beschließe, ihn sofort zur Post zu bringen, um nicht Gefahr zu laufen, durch wochenlanges Aufschieben die Rückgabefrist zu versäumen.

   Als ich aus der Halle trete, sehe ich weiter hügelabwärts eine Männergestalt mit schnellen Schritten vorwärtseilen. Es könnte Konrad sein, mit dem ich kürzlich im Café eine gute Unterhaltung hatte. Ich rufe seinen Namen. Er dreht sich um. "Konrad! Gehen wir ein Stück zusammen?"

   Er wartet auf mich, freut sich über die Begleitung, sieht meinen Blick zu seiner knallrot leuchtenden Strickmütze.

   "Ist mir egal, wie das aussieht. Ich habe es satt, mit halb abgefrorenen Ohren herumzulaufen. 4 Mark 95. Spottbilig. Mögen die Leute doch von mir denken, was sie wollen!"

   "Das ist die richtige Einstellung!"

   "Gestern war ich mit mehreren Damen in einer Gaststätte. Dort habe ich der Bedienung erzählt, dass wir alle eine Macke haben. Die Frauen waren vielleicht sauer auf mich! Es stimmt doch aber! Die meisten Menschen haben Macken, manche eben sehr schwer - und im Unterschied zu anderen, die ihre Probleme nicht zugeben können und ihr restliches Leben lang leiden oder gar sich oder andere umbringen, sind wir doch aufrichtig und tun etwas dagegen. Wir haben doch die Chance, wieder gesund zu werden und wieder unseres Lebens froh zu sein!"

   Ich stimme ihm zu: "Ich denke genauso, und ich bin heilfroh, dass ich hier bin!"

   Unsere Wege trennen sich jetzt. Ich gehe zur Post, er in die andere Richtung zum Bücherladen. Er will anschließend noch in ein Café: "Wenn du vorbeikommst, schau doch einfach herein. Ich würde mich freuen!"

   Nach meiner Erledigung auf dem Postamt gehe ich in Richtung des Cafés, erledige auf halbem Weg noch einen Einkauf. Als ich aus der Tür des Ladens trete, fühle ich mich bereits wieder erschöpft und schlage den Weg zurück zur Klinik ein, bin erleichtert, mich dann auf dem Bett ausruhen zu können.

   Dabei schlafe ich ein und wache erst kurz vor Ende des Abendessens auf. Ich bürste meine Haare, wasche mir über das blasse Gesicht. Make-up und Lippenstift auftragen? Die Farben würden mich besser aussehen lassen. Nein, kein Make-up, kein Lippenstift - keine Maske. Ich bin blass und müde, und ich stehe dazu, will mich selbst sein, ohne eine künstliche Fassade zu bieten.

   Meine Tischkollegen sitzen noch alle auf ihren Plätzen. Ich bediene mich am Büffet, grüße leise beim Näherkommen, setze mich und beginne, mein Vollkornbrot mit geräuchertem Schinken und Maiskölbchen zu belegen. Ich beteilige mich nicht an der Unterhaltung der anderen, spüre, dass sie mich gelegentlich ansehen.

   "Das Lachen fehlt! Am Tisch fehlt das sonst gewohnte Lachen!" Freundliche Feststellung Wolfgangs mit Blick auf mich. Er spricht weiter: "Es muss auch Zeit für Gedanken sein. Das ist richtig so - aber vielleicht täte dir etwas Abwechslung gut... Unternehmungen, Ausflüge?"

   Ich wehre ab: "Ich muss erst noch die nötige Ausgeglichenheit gewinnen. Meine Stimmungen ändern sich von einem Moment zum anderen, und ich will dann nur noch allein sein."

   Sie respektieren meinen Wunsch nach Zurückziehung, gehen wieder zur allgemeinen Unterhaltung über.

   Während des Rückweges vom Speisesaal fühle ich mich wie zerschlagen, meine Gelenke schmerzen. Ist dies die Einleitung eines Rückfalls? Ich lege mich aufs Bett, beginne wieder zu grübeln.

   Richards Anruf kommt früh am Abend. Er will ausgehen: Treff mit seinen Segelkameraden. Wir sprechen nur kurz miteinander, kommen ständig auf negative Themen und beschließen, die trostlose Konversation abzukürzen.

   Ich erzähle ihm noch von einem Einzelgespräch mit meinem Stationsarzt: "Er hat mir gesagt, ich könne schlecht mit Frustrationen umgehen. Ich würde dazu neigen, Menschen oder Dinge zu idealisieren, und wäre dann schwer enttäuscht, wenn meine Erwartungen nicht hundertprozentig erfüllt würden. Wenn ich ehrlich bin, hat er in gewisser Weise recht... Ich habe auch ihn am Anfang bewundert und ihm dies auch gezeigt. Dann brüskierte er mich, indem er sich mir entzog und mich überdies noch ärgerte."

   "Komme ihm doch einfach entgegen und warte ab, was dabei herauskommt."

   "Ich habe mich noch nicht in der Gewalt... Aber lassen wir das jetzt: viel Spaß heute Abend!"

   "Danke! und gute Nacht!" Die üblichen Küßchen ins Telefon.

   Es klopft an meine Tür. Corinna bringt mir das von ihr ergänzte Bild zurück: "Fällt dir etwas auf?"

   Ich betrachte das Bild intensiv. „Nein." "Sieh dir die Sonne an!"

   "Sie ist innen zweifarbig... Was wolltest du damit ausdrücken?"

   "Sieh genau hin: In der Mitte der Sonne kannst du die Anfangsbuchstaben meines Namens sehen..."

   Jetzt sehe ich es auch. "Das ist eine originelle Idee! Vielen Dank!"

   "Gerne geschehen! Gute Nacht!"

   Dann ist der Tag für mich zu Ende. Versuch, einige Seiten lesen, Heizung abdrehen, Fenster kippen, Licht löschen, Kissen zurechtrücken und eine bequeme Lage suchen, auf Schlaf hoffen. Mir geht der junge Mann aus unserer Gruppe, Ullrich, nicht aus dem Sinn. Weshalb tut gerade er mir so leid? Seine abgewandte Kopfhaltung erinnert mich vage an etwas, was ich selbst erlebt habe. Was ist es nur...?

   Plötzlich steht alles wieder vor mir: eine dunkle Landstraße in England vor sechs Jahren, Isle of Man, Motorradrennwoche. Wir waren zu dritt unterwegs: ein Freund, mein Mann und ich, jeder auf seinem Motorrad. Ich fühlte mich unsicher auf der fremden, dunklen Straße, der Linksverkehr machte mir zusätzliche Probleme. Ich fuhr vorsichtig, langsam, und fiel weit zurück, sah unseren Freund und Richard nicht mehr und war traurig und ärgerlich zugleich, von ihnen zurückgelassen worden zu sein.

   Plötzlich fühlte ich mich im Auslauf einer Kurve auf eigenartige Weise getrieben, noch langsamer zu fahren, das Dunkel hinter der anderen Straßenseite mit Blicken abzusuchen. Ich sah Umrisse, hielt sie zuerst für Überbleibsel des Straßenrennens am Nachmittag. Dann das Entsetzen: Unser Freund lehnte halbaufgerichtet an einer Bruchsteinmauer, sah zu mir herüber. Über seinen Beinen das Wrack seines Motorrads. Richard lag neben seiner zerschmetterten Maschine. Ich parkte mein Motorrad am Straßenrand, lief hinüber, entsetzt - so muss Krieg sein. Ein Schlachtfeld.

   Während ich noch schwankte, ob ich die beiden alleinlassen und Hilfe holen kann, sah ich das Licht mehrerer Motorradscheinwerfer näherkommen. Eine Gruppe junger Holländer hielt an. Zwei der jungen Männer kannten sich in erster Hilfe aus, sprachen beruhigend auf die beiden Männer ein: "Nicht bewegen. Versucht mit aller Kraft, bei Bewusstsein zu bleiben!"

   Die jungen Frauen der Gruppe unterhielten sich leise mit mir, versuchten, mir Beistand zu geben. Einer der Gruppe fuhr los, um Hilfe zu rufen, die sehr schnell eintraf: Krankenwagen und Polizei. Die ersten Helfer verabschieden sich und fahren weiter. Ich vergesse, mich bei ihnen zu bedanken.

   Personalien angeben, den Transport meines Motorrades zusammen mit den Wracks organisieren, Mitfahren zum Krankenhaus, beiden Trost zusprechen.

   Mein Mann wird sofort operiert, dann unser Freund. Nach einigen Tagen auf dringende Empfehlung des englischen Arztes Organisation des Rücktransportes der beiden Männer mit einem Rettungsjet zu einem deutschen Spezialkrankenhaus, weitere Operationen, monatelang tägliche Fahrten nach der Arbeit zum Krankenhaus, beide trösten, versuchen, die Angst vor der Zukunft zu mildern. Aber in mir Wut auf das schnelle Fahren der beiden, Wut, die ich herunterschluckte, weil ich den beiden nicht noch zusätzlich zu ihren schweren Verletzungen zusetzen wollte.

   Die Worte meiner Tante, die während dieser Zeit meinen Haushalt führte, damals fast 80 Jahre alt und selbst vom Leben schwer gerüttelt: "Versuche unbedingt, dich zu beherrschen. Wenn du anfängst zu weinen, brichst du zusammen!"

   Ich nahm mich zusammen, strahlte nach außen Stärke und Optimismus aus. Aber in meinem Kopf lief noch monatelang der Film dieser schrecklichen Nacht ab, und ich drehte oft vor Entsetzen instinktiv den Kopf zur Seite, um die schrecklichen Bilder nicht sehen zu müssen.

Wendet sich unser neues Gruppenmitglied Ulrich vielleicht auch entsetzt vor inneren Bildern ab?

Plötzlich steigt es mir heiß in die Augen. Jetzt muss ich keine Stärke mehr zeigen, kann die Tränen weinen, die ich damals unterdrückt habe. Ich weine mich in einen erschöpften Schlaf.

 

 

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Frühere Veröffentlichung:

Goodbye, Robin

ENGLISCHE ÜBERSETZUNG
als KAPITEL-SERIE



Referenzen und Lesungen siehe Autorenhomepage www.ilse-koempel.de


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