Burnouts - Die Mackenburg

... doch Vorsicht - dieser Roman kann das Bewußtsein verändern !

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Burnouts - Die Mackenburg

93. Kapitel EIN JAHR SPÄTER

„Das war sehr gut, Regine! Zur Sicherheit machen wir das jetzt nochmal!" lese ich durch die regenbenetzte Glasscheibe vom Mund der drahtigen mdr-Kamerafrau ab. Jetzt lächelt sie mir von draußen aufmunternd zu, und ich sammle mich innerlich, um noch einmal in Mimik und Haltung meine damalige deprimierte Stimmung auszudrücken und gedankenverloren auf die an das Klinikgelände anschließenden Hügel hinauszusehen.

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92. Kapitel ZU HAUSE

   Die Heimfahrt verläuft problemlos; die Autobahnen sind nahezu frei. Ich mache zwei Pausen, und sechs Stunden später biege ich auf die Einfahrtsstraße zu meinem Heimatort ein, wundere mich kurz über mehrere Polizeifahrzeuge und die vielen Menschen auf Straße und Bürgersteig. Fasching! Ich hatte es bereits wieder vergessen. Heute ist Faschingsdienstag, und dies ist die Strecke des Faschingszuges, der sich wohl gerade auf einer Seitenstraße formiert!

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91. Kapitel BEREIT ZUM ABSCHIED

   Mittwoch. Große Gruppe. Thema ist die enorme stimmliche Lautstärke meines Zimmernachbarn Rainer abends im Wohnzimmer nach Beginn der Nachtruhe. Rainer ist laut. Sehr laut. Ich höre ihn auch während der Nacht aus dem Zimmer neben mir. Er würgt und hustet stundenlang.

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90. Kapitel THERAPIEZIEL AGGRESSIONSBEWÄLTIGUNG

   Wolfgang, meinem Gegenüber im Speisesaal, scheine ich wohl seit Tagen nicht ganz geheuer. Unser damaliger Ausflug ins Café blieb einmalig; Wolfgang schwirrt wie ein Schmetterling von Zerstreuung zu Zerstreuung, engagiert sich in zahlreichen aus Patienten zusammengesetzten Vergnügungskomitees, fährt ständig Frauen zum Bahnhof oder chauffiert Frauen zu Ausflügen.

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89. Kapitel TERMINE

   Mein Ziel, meinen Aufenthalt hier so lange zu verlängern, bis ich einen aus meiner Sicht akzeptablen Erfolg an mir feststelle, hat sich mittlerweile offensichtlich im Haus verbreitet, wird im Schwimmbad, in der Sauna und an anderen Stellen des Hauses diskutiert, wie ich von einigen bekannten Patienten höre. Ich fühle viele neugierige, aber auch aufmunternde Blicke, wenn ich durch die Flure oder die allgemein zugänglichen Räume gehe. Mein Zimmernachbar Rainer sagt im Vorbeigehen an meinem Tisch im Speisesaal: "Ich wette, du kannst bleiben!"

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Abhängigkeiten  Aggressionsstörung  Arbeitslosigkeit  Depression  depressive Verstimmung  Erschöpfung  Gedankenkarussell geistige Prostitution  Helfersyndrom  Leistungsdruck  Konzentrationsstörung  psychosomatische Erkrankung  Essstörung  Rückzug  Schlafstörungen  Selbstmord  Angst  Selbstmordgefährdung  Selbstverletzung  sexueller Mißbrauch  Suchtgefährdung  Trauer  Überforderung  Überlastung  Verhaltensstörung  Verlust  Zwänge

Frühere Veröffentlichung:

Goodbye, Robin

ENGLISCHE ÜBERSETZUNG
als KAPITEL-SERIE



Referenzen und Lesungen siehe Autorenhomepage www.ilse-koempel.de